Donnerstag, 19. Mai 2005

Kapitel 2 –Die Sprache ist ein dubioses Handwerkszeug-

Hier stellt Herr Schneider fest, dass wir die Sprache nicht nur zum Informationenaustausch nutzen. Der tägliche Wortausstoß besteht meist aus leerem Geplauder. So schildert er auf amüsante Weise, dass die Sprache, wenn sie nur Informationen enthalten würde, wohl kaum so missverständlich wäre wie sie ist. Die Sprache ist nämlich alles andere als logisch.
Seine Beispiele: Mit „allen“ meinen wir erstens „alle“ aber auch „keine“: Die Äpfel sind alle da – die Äpfel sind alle. „Erst“ bedeutet erstens „zuerst“ und zweitens „zuletzt“: Nein, erst ist Fritz dran, dann erst bist du an der Reihe.
Willkür entdecken wir überall in der Sprache. So ist Tomatensaft aus Tomaten, aber Hustensaft nicht aus Husten. Im Kinderbett liegt meistens nur ein Kind, während im Kindbett ja eigentlich die Mutter liegt. Der Schoßhund sitzt auf dem Schoß, der Schäferhund aber nicht auf dem Schäfer. Wären wir nun gewohnt, die Sprache logisch zu deuten, dann würden wir spätestens hier versagen.

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