Kapitel 13 -Bedingtes Lob für kurze Sätze-
Bisher haben uns nur die Worte beschäftigt, aber Wörter zu Sätzen zusammenzustellen enthält eine Chance und ein zusätzliches Risiko. Die Unklarheit der Sätze ist meist noch größer, als die Unklarheit der Wörter. Was bringt es uns, wenn aus durchsichtigen Vokabeln Satzschachteln und Buchstabenburgen gebaut werden. Will man verstanden werden, schreibt man kurze Sätze. Aber was ist ein kurzer Satz? Ist es die Anzahl der Wörter, oder der Silben? Beide folgenden Sätze haben acht Wörter.
Ich sah, wie der Blitz den Baum traf. (8 Silben)
Der Schnellzugzuschlagsverkauf im fahrenden Reisezug sollte unterbunden werden. (22 Silben)
Oder ist die Länge von Punkt zu Punkt ausschlaggebend? Oder vielleicht gilt auch der Doppelpunkt, oder das Semikolon? Die Meinung über die Anzahl der Wörter in einem Satz geht auseinander. So hat die Bild ca. 4 Wörter pro Satz, nach dpa sind es 9, nach Seibicke 10-15, und in „Dr. Faustus“ von Mann sind es im Durchschnitt 30 Wörter pro Satz.
Kurze Sätze haben den Vorteil, dass sie den Schreiber zwingen, seine Gedanken zu disziplinieren. Gelingt es am Anfang eines Textes, einen kurzen Satz mit Substanz zu bringen; perfekt. In den Nachrichten sicher nicht immer möglich, aber in der Literatur schon. „Ja, wir sind Landstreicher.“, oder „Der Knabe war Klein, die Berge waren ungeheuer.“
Untersuchungen zeigen: Bei 14 ist Schluss. Es wurde ermittelt, beim wievielten Wort in gehörten Texten das Verständnis aussetzt:
Bei einem siebenjährigen Kind mit dem 8. Wort, bei einem Drittel der Erwachsenen mit dem 11. Wort, bei mehr als der Hälfte der Erwachsenen mit dem 14. Wort.
Ich sah, wie der Blitz den Baum traf. (8 Silben)
Der Schnellzugzuschlagsverkauf im fahrenden Reisezug sollte unterbunden werden. (22 Silben)
Oder ist die Länge von Punkt zu Punkt ausschlaggebend? Oder vielleicht gilt auch der Doppelpunkt, oder das Semikolon? Die Meinung über die Anzahl der Wörter in einem Satz geht auseinander. So hat die Bild ca. 4 Wörter pro Satz, nach dpa sind es 9, nach Seibicke 10-15, und in „Dr. Faustus“ von Mann sind es im Durchschnitt 30 Wörter pro Satz.
Kurze Sätze haben den Vorteil, dass sie den Schreiber zwingen, seine Gedanken zu disziplinieren. Gelingt es am Anfang eines Textes, einen kurzen Satz mit Substanz zu bringen; perfekt. In den Nachrichten sicher nicht immer möglich, aber in der Literatur schon. „Ja, wir sind Landstreicher.“, oder „Der Knabe war Klein, die Berge waren ungeheuer.“
Untersuchungen zeigen: Bei 14 ist Schluss. Es wurde ermittelt, beim wievielten Wort in gehörten Texten das Verständnis aussetzt:
Bei einem siebenjährigen Kind mit dem 8. Wort, bei einem Drittel der Erwachsenen mit dem 11. Wort, bei mehr als der Hälfte der Erwachsenen mit dem 14. Wort.
chaoskatrin - 8. Jul, 11:45
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